TCP Test from Germany
7 nodes in Frankfurt am Main, Koblenz, Limburg, Nuernberg · DE-CIX Frankfurt
Germany — 7 Nodes
TCP-Port-Tests aus Deutschland
Ein TCP-Check versucht, eine Verbindung zu Ihrem Host auf einem angegebenen Port herzustellen und misst die Zeit bis der Handshake abgeschlossen ist. Im Unterschied zu Ping durchläuft er Firewall-Regeln und Routing-Policies genauso wie echter Anwendungstraffic. Das macht es nützlich für die Überprüfung, dass ein Port von deutschen Netzen aus tatsächlich erreichbar ist – nicht nur, dass ein Host auf ICMP antwortet.
Häufige Anwendungsfälle aus Deutschland: Prüfen, dass ein Mail-Server (Port 25, 587, 993), Game-Server, VPN-Endpoint oder benutzerdefinierter Anwendungsport für deutsche Nutzer erreichbar ist. Einige deutsche ISPs wenden ausgehendes Filtering auf bestimmten Ports an, insbesondere Port 25 auf privaten Verbindungen. Ein TCP-Check von unseren deutschen Knoten ermöglicht es Ihnen zu überprüfen, dass keiner der in unserem Testpool vertretenen ISPs den Port blockiert, auf den Sie angewiesen sind.
Ein fehlgeschlagener TCP-Check aus Deutschland, wenn der Port von anderen Regionen aus offen ist, bedeutet in der Regel eines von drei Dingen: die IP ist geo-blockiert, eine Firewall oder Sicherheitsgruppe blockiert das Quell-ASN, oder es gibt asymmetrisches Routing, das den Rückpfad zum Scheitern bringt. Ein Abgleich mit Knoten in Nachbarländern – Niederlande, Frankreich, Schweiz – hilft einzugrenzen, ob die Blockierung Deutschland-spezifisch oder breiter ist.
Netzwerkinfrastruktur Deutschlands
Frankfurt ist das Gravitationszentrum des europäischen Internettraffics. DE-CIX Frankfurt ist der nach Spitzendurchsatz meistgenutzte Internet Exchange der Welt und überschreitet während der Spitzenstunden routinemäßig 20 Tbit/s. Er verbindet über 1.000 Netze – darunter große Carrier, Cloud-Provider, CDNs und Content-Netzwerke – über direktes Peering. Deshalb haben in Frankfurt gehostete Server tendenziell ungewöhnlich niedrige Latenz zu Zielen quer durch Europa, ohne über Zwischenstädte transitieren zu müssen.
Frankfurt beherbergt auch mehrere parallel betriebene IXPs. KleyReX und LocIX bedienen Netze, die kleinere, community-orientierte Peering-Fabrics bevorzugen. ECIX ist in Frankfurt neben Standorten in Hamburg und Düsseldorf präsent. Jeder dieser Exchanges gibt Netzwerkbetreibern zusätzliche Peering-Optionen jenseits von DE-CIX, was die Pfadvielfalt und Resilienz auf der Frankfurter Interconnect-Ebene erhöht.
Außerhalb Frankfurts betreibt DE-CIX regionale Exchanges in Hamburg, München und Berlin. BCIX (Berlin Commercial Internet Exchange) bedient das Berliner Carrier-Ökosystem unabhängig. Diese regionalen IXPs sind wichtig, weil nicht der gesamte deutsche Traffic über Frankfurt routet – ISPs, die Norddeutschland bedienen, bevorzugen oft Hamburger Peering, und bayerische Provider peeren häufig in München, statt Traffic zuerst nach Frankfurt zu senden.
Über Frankfurt hinaus verteilt sich deutsche Hosting-Infrastruktur auf Nürnberg, Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf. Hetzner (AS24940) betreibt zwei der größten Rechenzentren Europas in Nürnberg und Falkenstein. Deutsche Telekom (AS3320) betreibt das nationale Backbone quer durch alle Großstädte. OVH (AS16276) hält Kapazität in Frankfurt und Limburg. Kleinere, aber gut angebundene Anbieter wie GHOSTnet (AS12586), Lumaserv (AS200303) und Packets-Decreaser (AS214243) sorgen für Vielfalt auf Frankfurter Ebene. Der deutsche Hosting-Markt ist einer der wettbewerbsfähigsten in Europa, was bedeutet, dass zwischen den meisten Stadtpaaren mehrere redundante Pfade existieren.
Unsere Probe-Knoten innerhalb Deutschlands laufen auf mehreren dieser Anbieter und Städte. Die Multi-ISP-Abdeckung bedeutet, dass ein Ergebnis auf einem Knoten das Routing eines Carriers widerspiegelt – nicht das des gesamten Landes. Ein Check über alle deutschen Knoten zusammen gibt Ihnen ein realistisches Bild davon, was verschiedene Nutzersegmente in Deutschland tatsächlich sehen, sowohl auf Frankfurt-zentrierten als auch auf regionalen Routing-Pfaden.