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PING Test from Chile

1 node in Santiago · NAP Chile

Chile — 1 Node

Cities
Santiago
ISPs / ASNs
Google LLC AS396982
Datacenters
Google LLC
Internet Exchanges
NAP Chile — Neutral Access Point Chile in Santiago, primärer nationaler IX
PIT Chile — Punto de Intercambio de Tráfico Chile, sekundärer IX in Santiago

Ping-Tests aus Chile

Ping von unserem Santiago-Knoten (AS396982, Google LLC) sendet ICMP-Echo-Anfragen und protokolliert die Round-Trip-Zeit. Basis-RTTs aus Santiago: nach São Paulo ~48–58 ms, nach Buenos Aires ~18–25 ms, nach Miami ~107–118 ms, nach Los Angeles ~120–132 ms, nach New York ~138–152 ms, nach Frankfurt ~230–250 ms, nach London ~235–255 ms, nach Tokio ~185–210 ms. Googles Backbone reduziert diese Werte im Vergleich zum Standard-Chilenischen-ISP-Transit – ein Privatnutzer bei Entel oder Claro sieht typischerweise 10–20 ms mehr zu US-Zielen.

Chile ist Südamerikas westlichstes vernetztes Land, was eine interessante Asymmetrie schafft: Santiago ist über das Pazifikkabel näher an Los Angeles als über das Karibische Meer an Miami – doch historisch wurde der Großteil der südamerikanischen internationalen Kabelinfrastruktur über Miami geroutet. Googles Backbone-Routing aus Santiago folgt nicht zwangsläufig dem historischen Miami-zentrierten Pfad – je nach Ziel kann es über Los Angeles oder direkt trans-Pazifisch routen, was RTT-Unterschiede gegenüber älteren Latenz-Karten produzieren kann.

ICMP-Handling auf südamerikanischen Carrier-Pfaden kann variieren. Einige Kabelstation-Router auf der Pazifikkür-Route geben keine ICMP-TTL-Exceeded-Meldungen zurück, was Sternchen-Lücken in MTR-Traces erzeugt, ohne echten Verlust darzustellen. Ein sauberes Ergebnis am Ziel zusammen mit einem MTR mit Zwischensternchen ist auf diesen Pfaden normales Verhalten. Erhöhter Ping-RTT im Vergleich zu TCP-Check-Zeiten am selben Ziel deutet auf ICMP-Deprioritisierung hin und nicht auf echte Pfaddegradierung.

Netzwerkinfrastruktur Chiles

Chile ist nach den meisten Maßstäben das am besten vernetzte Land Südamerikas – Glasfaserpenetration, Durchschnittsbandbreite und IX-Reife. Santiago beherbergt zwei bedeutende Internet Exchanges: NAP Chile und PIT Chile. NAP Chile (Neutral Access Point Chile) betreibt das primäre Peering-Fabric, das von großen ISPs, CDNs und Content-Netzwerken genutzt wird. PIT Chile (Punto de Intercambio de Tráfico) bietet einen ergänzenden Peering-Punkt. Zusammen geben diese beiden Exchanges Santiago eine inländische Traffic-Verankerungsfähigkeit, die verhindert, dass Chilenische ISPs lokalen Traffic über Miami oder New York routen müssen.

Internationale Konnektivität aus Chile verläuft hauptsächlich über Seekabel die Pazifikküste hinauf in Richtung USA. Das SAm-1- (South American-1) und das PCCS-Kabel tragen den Großteil von Chiles internationaler Kapazität. Die primäre internationale Kabelstation befindet sich in Valparaíso. Santiago nach Miami läuft typischerweise 105–115 ms. Santiago nach Los Angeles über das Pazifikkabel beträgt etwa 118–130 ms. Santiago nach São Paulo liegt bei etwa 48–58 ms. Santiago nach New York sind es etwa 135–150 ms. Diese Werte spiegeln Chiles geografische Lage an der südwestlichen Spitze Südamerikas wider – näher an der US-Westküste als an Europa über jede Seekabelroute.

Der chilenische ISP-Markt wird von Entel Chile (AS7418), Claro Chile (AS14259), Movistar Chile / Telefónica (AS7418 / AS22047), VTR (AS22047) und GTD (AS11664) sowie anderen bedient. Auch Antel- und Telmex-Tochtergesellschaften sind im Markt aktiv. Das inländische Backbone in Santiago ist gut ausgebaut, und die meisten chilenischen Carrier-Infrastrukturen konzentrieren sich in Santiago, statt sich über das geografisch langgestreckte Territorium des Landes zu verteilen. Unser Probe-Knoten läuft auf Google-LLC-Infrastruktur in Santiago (AS396982).

Die Präsenz von Google Cloud in Santiago (AS396982) spiegelt Chiles Status als wichtigsten südamerikanischen Cloud-Markt außerhalb Brasiliens wider. Google betreibt eine South-America-West-Region (Quilicura, außerhalb Santiagos), die chilenische und regionale lateinamerikanische Cloud-Workloads bedient. AS396982 nutzt Googles globales Backbone für internationalen Transit, was ihm ein überdurchschnittlich gutes Peering zu den meisten Zielen verschafft im Vergleich zu dem, was ein Standard-Chilenischer ISP auf Entel- oder Claro-Transit sehen würde.

Unser Santiago-Knoten bietet einen Teststandort innerhalb Chiles primärer Carrier-Umgebung mit Zugang zu Googles gut gepeertem Netz. Ergebnisse von diesem Knoten spiegeln wider, wie chilenisch gehostete Cloud-Infrastruktur performt – nützlich für die Diagnose, ob ein Dienst aus Südamerikas am besten vernetztem Land erreichbar ist, und welche Latenz chilenische Nutzer oder chilenisch gehostete Workloads gegenüber europäischen, US- oder asiatischen Zielen erfahren.