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Ist die Website down — oder liegt es an dir?

http network tutorial
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4 min read
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Der Browser hängt. Die Seite dreht und dreht. Bevor du anfängst, DNS-Cache zu leeren und Router neu zu starten: Finde zuerst heraus, ob das Problem bei dir liegt oder ob die Seite für alle anderen genauso aussieht. Die Lösung ist je nach Antwort komplett verschieden.

Wie man es in zehn Sekunden herausfindet

Das HTTP-Check-Tool schickt einen echten HTTP-Request von 50+ Knoten in verschiedenen Ländern gleichzeitig. Innerhalb weniger Sekunden siehst du Status-Codes und Antwortzeiten aus jeder Region.

Wenn die meisten Knoten 200 OK zurückgeben, ist die Seite oben — das Problem liegt bei dir. Wenn überall Timeouts oder 5xx-Fehler kommen, ist der Server wirklich kaputt.

Das ist zuverlässiger als ein Freund zu fragen oder einen einzelnen "Is it down"-Dienst zu nutzen. Eine Seite kann aus Deutschland perfekt erreichbar sein und gleichzeitig aus Südostasien gar nicht.

Was die Status-Codes bedeuten

  • 200 — Server hat normal geantwortet.
  • 301 / 302 — Weiterleitung. Server läuft, alles gut.
  • 403 — Server läuft, blockiert aber den Request. Möglicherweise WAF oder Geo-Sperre.
  • 500 / 502 / 503 — Server ist erreichbar, aber innen ist etwas kaputt.
  • 0 / Timeout — keine Antwort. Server down oder Firewall verwirft die Pakete stillschweigend.

Wenn das Problem bei dir liegt

Veralteter DNS-Cache. Dein Rechner oder der Resolver deines Providers gibt noch die alte IP-Adresse zurück. Unter Windows: ipconfig /flushdns. Unter macOS: sudo dscacheutil -flushcache. Danach neu versuchen.

Routing-Problem beim Provider. Manchmal bricht ein Link zwischen deinem ISP und dem Zielnetzwerk ein. Die Seite ist von überall sonst erreichbar, nur nicht über deinen Provider. Mobiles Daten nutzen (geht am Heimnetz vorbei) ist ein schneller Test.

Firmen-Firewall oder Content-Filter. Manche Firmennetzwerke und Jugendschutzfilter blockieren Seiten nach Kategorie. Auf einem anderen Gerät in einem anderen Netz testen.

IPv6-Fehlkonfiguration. Wenn dein Gerät IPv6 bevorzugt, aber dein Provider einen kaputten IPv6-Pfad hat, schlagen Verbindungen still fehl. IPv6 testweise deaktivieren klärt das schnell.

Wenn die Seite wirklich down ist

Wenn das HTTP-Check mehrere Regionen mit Fehlern zeigt:

Webserver-Absturz. Der Prozess ist abgestürzt oder hat keinen Arbeitsspeicher mehr. Logs prüfen. Ein 502 von einem Reverse Proxy bedeutet meist, dass das Backend-Prozess nicht antwortet.

Datenbank nicht erreichbar. Dynamische Seiten liefern 500-Fehler, wenn die Datenbank down ist. Statische Assets können noch aus dem Cache kommen, während jede PHP- oder Node-Anfrage fehlschlägt.

Abgelaufenes TLS-Zertifikat. Der Browser verweigert die Verbindung noch vor dem eigentlichen Request. Im HTTP-Check zeigt sich das als Status 0 oder SSL-Fehler. Let's Encrypt Auto-Renewal prüfen.

DNS- oder CDN-Fehlkonfiguration. Nach einer DNS-Änderung sind noch nicht alle Resolver auf dem neuen Stand. Mit dem DNS-Propagations-Checker prüfen, welche Regionen schon den neuen Eintrag sehen.

Vorher: Kurzer Ping-Test

Bevor du den HTTP-Check startest, sagt ein kurzer Ping bereits, ob der Server überhaupt auf Netzwerkebene erreichbar ist. Ping geht durch, aber HTTP nicht → Maschine lebt, Applikation ist kaputt. Ping geht auch nicht durch → Maschine down oder netzwerktechnisch unerreichbar.

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